Das Büro Klemme Architekten und seine Mitarbeiter freuen sich über die Auszeichnung mit dem Mainzer Denkmalpflegepreis 2007.
Zum sechsten Mal ist in der Handwerkskammer Rheinhessen der Mainzer Denkmalpflegepreis vergeben worden. Im Innenhof der Handwerkskammer wurden die ahnungslosen Preisträger gestern Abend lange "auf die Folter gespannt".
Auch in diesem Jahr sei die Entscheidung für die Jury in dem alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb alles andere als einfach gewesen, hieß es. Denn, insgesamt seien 27 "beachtliche und herausragende Objekte" zu bewerten gewesen. Der Präsident der Handwerkskammer, Karl Josef Wirges, unterstrich, dass mit dem Preis nicht nur das große Engagement der privaten Eigentümer, sondern auch die Leistungen von Meister- und Fachbetrieben des Handwerks prämiert würden. Rund 70 Prozent der teilnehmenden Betriebe kämen aus dem Kammerbezirk Rheinhessen.
Das Rennen gemacht hat das Proviant-Magazin mit seinem Anwesen am Welschplatz 3. Hervorgehoben wurde durch die Jury "die aufwändige Gesamtinstandsetzung inklusive Neueindeckung des Daches mit Biberschwanzziegeln sowie die Innensanierung mit Aufarbeitung der Balkongeländer und der Herstellung von neuen Holzfenstern und Türen nach historischem Vorbild. Diesem Vorbild entspricht auch der Außenputz". Die ausführenden Firmen waren Ernst Neger (Mainz), Franz Bender (Mainz), Karl Gemünden (Ingelheim), Schramm Metallbau (Wörrstadt), Hanke (Mainz) und Behre (Darmstadt-Weiterstadt).

Der zweite Platz ging an Rainer Wahl für sein Haus Badergasse 14, "das sich durch eine aufwändige Restaurierung der Stuckdecke auszeichnet" sowie an die Hausgemeinschaft Günter R. Kullmann (Fischtorplatz 22) "für die Freilegung der mehrschichtig überdeckten Wandfresken mit Restaurierung der Jugendstilmalereien". Die handwerklichen Arbeiten in der Badergasse führte das Unternehmen Robert Nonnenmacher (Mainz) aus. Am Fischtorplatz waren die Firmen Fauer (Niederhausen / Nahe), die Restauratorin Brigitte Schön (Bodenheim) und die Schlosserei Uwe Martin (Mainz) tätig.

Der dritte Preis wurde der Eigentümergemeinschaft Taunusstraße 23 übergeben. Die Jury: "Dieses Kulturdenkmal von 1897 zeichnet sich unter anderem durch die Schiefer- und Zinkblecheindeckung, die Restaurierung des Klinker-Mauerwerks und der Natursteinprofile sowie die Integration einer modernen Balkonkonstruktion aus." Hier stellten die Unternehmen Josef Esser (Alf / Mosel), Külzer (Simmern), IMA (Ginsheim-Gustavsburg), Harry Käthner (Möglenz), Josef Friedrich (Liesenich), Günter Petry Innenausbau (Bingen) und der Restaurator Andreas Gehrlein (Sandhausen) ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis. Die Privateigentümer erhielten Geldpreise, die Handwerksunternehmen und Architekten Anerkennungsurkunden.
AZ vom 30.10.2007
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