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Sonntag, 15. Juli 2007 15.07.07 17:53
Dalberger Hof: Der Gewinner ist Mainz

By PRESSEMITTEILUNGEN DER STADT MAINZ

Investorenwettbewerb abgeschlossen: Preisgericht einstimmig für Arbeitsgemeinschaft der Mainzer Büros Franz Architekten und Klemme Architekten mit den Investoren Vivacon AG (Köln) in Arbeitsgemeinschaft mit der J. Molitor Immobilien GmbH aus Ingelheim



Der Dalberger Hof

Heute entschied sich das hochkarätig mit Fachexperten sowie mit Vertretern der Stadt besetzte Preisgericht einstimmig (!) für das Konzept der Arbeitsgemeinschaft der Mainzer Büros Franz Architekten und Klemme Architekten (Investoren: Vivacon AG (Köln) in Arbeitsgemeinschaft mit der J. Molitor Immobilien GmbH aus Ingelheim) zum Dalberger Hof. 


 Die Entscheidung fiel einstimmig, da der Entwurf mit seinem Wohnungsangebot von großen Wohnungen am besten der repräsentativen Struktur des Dalberger Hofs entspräche und ein innerstädtisches Wohnen für Familien auch mit Kindern ermögliche. Die zurückhaltende architektonische Gliederung des neuen Flügels an der Ottiliengasse fand einhellig Zustimmung. Auch die Gliederung des Gartenhofs mit dem großen grünen Karree in der Mitte und den Wohnungsgärten vor den Gebäuden würdigte die Jury in ihrer Beurteilung. Die bisherigen Qualitäten der Arbeit seien beibehalten worden und die Anregungen des Preisgerichts seien aufgenommen und eingearbeitet worden, es bedürften lediglich noch einzelne denkmalpflegerische Aspekte einer Überarbeitung. Mit dieser Arbeit sei mit den vorgesehenen Wohnungsgrößen die Zielgruppe klar angesprochen.



Das Konzept der Gewinner sieht inbesondere Wohnnutzung, bevorzugt in ‚kurfürstlichem Stil’ vor. Es widmet der Wiederherstellung des historischen Ensembles größte Aufmerksamkeit und hält sich mit, zeitgerechten Ergänzungen deutlich zurück. Es sieht einen "Kulturkeller" für kleinere Veranstaltungen vor, eine öffentliche Erinnerungsstätte an die Geschichte des Dalberger Hofs im Untergeschoss des Hauptgebäudes sowie ein automatisiertes Parksystem. Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist der Innenhof, der in einer "an barocken Vorbildern orientierten, modernen Formensprache" als Ort der Ruhe für Bewohner wie Besucher gestaltet werden soll.



                         

Oberbürgermeister Jens Beutel, Bürgermeister und Baudezernent Norbert Schüler, Liegenschaftsdezernent Franz Ringhoffer sowie Kulturdezernent Dr. h.c. Peter Krawietz freuten sich, dass nun für das Ensemble Dalberger Hof im Zentrum der Innenstadt eine adäquate Entwicklung und Nutzung möglich wird: „Der Gewinner ist Mainz. Für diese wichtige Entwicklungsmaßnahme ist ein Team gewonnen worden, das ein städtebaulich, architektonisch und wirtschaftlich überzeugendes Konzept vorlegt.“



Das Adelspalais Dalberger Hof vom Beginn des 18. Jahrhunderts in der Altstadt von Mainz stellt ein bedeutendes Beispiel der süddeutschen Barockarchitektur dar. Ab 1707 geplant und 1715 bis 1718 unter dem Steinmetzmeister Caspar Herwartel als Familienhof der Freiherren von Dalberg errichtet, hat das Ensemble über die Jahrhunderte eine wechselvolle Geschichte und zahlreichen Nutzungen erfahren.



Die Gebäudeanlage befindet sich im Eigentum der Stadt Mainz und ist seit der Gründung des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft Mainz im Jahr 1998 Teil des Sondervermögens dieses Eigenbetriebs. Zur Zeit sind dort noch mehrere städtische Dienststellen und das Peter-Cornelius-Konservatorium untergebracht. Da der Finanzbedarf für die dringend erforderliche Gesamtsanierung der Gebäudeteile von der Stadt Mainz derzeit nicht aufgebracht werden kann, beschloss der Rat der Stadt im Dezember 2005 die Durchführung eines Investorenwettbewerbs, um mit der Entwicklung, Aufwertung und denkmalgerechten Sanierung des Dalberger Hofs eine Aufwertung des Stadtzentrums zu erreichen.



                         



Nachdem am 2. Februar 2007 das Preisgericht tagte und damit das eigentliche Wettbewerbsverfahren zum Dalberger Hof abgeschlossen war, hatten die beiden zweiten Preisträger in den vergangenen Wochen Gelegenheit, den Empfehlungen des Preisgerichts folgend ihre Entwürfe erneut zu überarbeiten. Ende April wurden die geänderten Entwürfe bei der Verwaltung eingereicht und dort nochmals einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Von den sechs eingereichten Arbeiten wurden zwei jeweils mit dem zweiten Preis und eine Arbeit mit dem dritten Preis prämiert.


Noch im Verfahren waren die Beiträge der Arbeitsgemeinschaft der Mainzer Büros Franz Architekten und Klemme Architekten mit den Investoren Vivacon AG (Köln) in Arbeitsgemeinschaft mit der J. Molitor Immobilien GmbH aus Ingelheim, sowie die Arbeit des Architekturbüros Schmelz (Mainz) gemeinsam mit dem Architekturbüro Zwick (Berlin) und dem Investor Berner Group GmbH (Wiesbaden).


Um die Arbeiten im möglichst gleich besetzten Expertengremium nochmals beurteilen zu können, kam heute das Preisgericht nochmals zusammen, um eine Empfehlung auszusprechen. Letztlich entscheidend sind die dann folgenden Beschlüsse der städtischen Gremien.



(ekö) Pressemitteilungen der Stadt Mainz


unter www.mainz.de/presse 



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